Tag 9: Place based education on the Rappahannock

Place based education und Urbana

Nach dem üblichen gemeinsamen Frühstück in der Cafeteria, wurde uns das Prinzip der „Place based education“ nahegebracht. Es geht darum, dass man durch praktische Übungen, durch Erkundung eines Ortes und eigene Verantwortung im Lernen, sich selbst Erfahrung und Wissen aneignet. Dies geschieht zum Beispiel durch Kartenlesen, Erkundung der Gegend oder Gespräche mit anderen Menschen, in denen außerdem auch die Sozialfähigkeiten gestärkt werden.

Dave Cola führt uns sehr professionell und anschaulich in die Place based education ein.

Rappahannock.

Jeder trägt etwas bei – jeder nimmt etwas mit.

So sind wir heute nach Urbana, die nächstgelegene, kleine Stadt gefahren und sollten selbstständig in dreier Gruppen Informationen über den Ort in den Kategorien Ökonomie, Gesellschaft, Geschichte und der Stadtverwaltung herausfinden. Es war eine interessante Erfahrung durch Gespräche mit anderen Leuten etwas über deren Leben und deren Stadt herauszufinden und eine Alternative zu dem standardmäßigen Unterricht zu haben.

The small town of Urbana with about 460 proud citizens.

What have we found out?

Leo

Exploring Parrot Island and the Rappahannock

Parrot Island war für alle ein unvergessliches Ereignis. Die Kanufahrt dorthin war schon ein Erlebnis für sich. Wir alle konnten zwar schon Kanu fahren, oder hatten es schnell gelernt, aber durch den Wind und die Wellen war es nochmal etwas anderes als auf der Oker zu paddeln. Außerdem mussten wir durch seichtes Wasser, Schlamm und hohes Gras waten und unsere Bote hinterher ziehen, um auf die andere Seite von dem Land zu kommen.

Bei bestem Wetter paddeln wir auf dem Rappahannock.

Unterwegs trafen wir unendlich viele Schnecken, einige Krabben und ein paar Abgestorbene Bäume. Warum ich dies erwähne? Diese Bäume sind Zederbäume gewesen und dadurch, dass sie abgestorben und trocken waren, konnte man ganz einfach einen Ast abbrechen und ihn mitnehmen. Zudem duftete das Holz sehr gut und nicht so extrem, wie manche Scheiben im Kleiderschrank, um die Motten abzuhalten.

Mit allen Sinnen die Umwelt erkunden

Später, als wir dann auf der Hauptinsel ankamen, durften wir etwas in dem warmen Wasser des Rappahannock Rivers schwimmen gehen und uns halbwegs frei auf der Insel bewegen und nach alten, angeschwemmten Gegenständen suchen. Eine Steinpfeilspitze fand außer unserem Coach Dave Cola zwar niemand, aber dafür wurden einige alte und schöne Porzellanscherben oder Muscheln gefunden.

Wir lagen vor Parrot Island …

Wir begrüßen die Einheimischen.

Nach einer Stunde ging es dann wieder in Richtung Festland, aber bevor es zurück zu dem kleinen Hafen ging, hielten wir an der Küste an und fingen im seichten Wasser mit einem Netz ein paar Fische. Der beeindruckendenste Fang war ein Kugelfisch. Zuerst wussten wir das nicht und ich hatte mich ziemlich erschrocken, als er sich in meinen Händen aufgeplustert hatte, aber nachdem wir erfahren hatten, dass er nur beißen konnte und dieser Biss auch nur weh tun und nicht giftig sein würde, wollte jeder den Fisch in die Hände halten oder anfassen. Er hatte winzige Stacheln auf seinem Körper, wenn er eine Kugel war, welche sich rau angefühlt haben, wohingegen er sich in seiner normalen Form etwas schleimig und glitschig anfühlte. Außerdem sah er in beiden Formen lustig aus, da sein Gesicht im Verkleich zum Körper ziemlich klein war.

Welche Tiere leben im Fluss?

Na, was haben wir heute?

Wir finden insgesamt neun verschiedene Arten.

Hände weg!

Der Kugelfisch beeindruckt alle!

Nach diesem Erlebnis ging es dann zurück in den Hafen und an Land, von wo aus es dann zum Essen ging. Alles in allem eines der beiden besten Ereignisse des Tages.

Great Mexican food at Mi Jalisco

Jessica

Dragon Run at night

Nach einer Fahrt durch dichten Wald kamen wir an einer geeigneten Uferstelle zum Boote abliegen an. Ab diesem Zeitpunkt hieß es sehr leise zu sein. Als alle in ihren Booten saßen ging es los. Ganz leise paddelten wir den Dragon run entlang. Da wir mitten im Wald waren konnten wir uns tatsächlich fühlen wie Indianer vor 400 Jahren: kein Straßenlärm und nur der Wald und seine Bewohner um uns herum. Taschenlampen gab es für uns dementsprechend natürlich auch nicht, sonder nur das Mondlicht.
Bei kurzen Pausen hatten wir die Gelegenheit in die Sterne zu gucken und den Geräuschen um uns herum zuzuhören. Alles in allem ein wunderschönes Erlebnis.

Die Augen sehen mehr als die Kamera.

Hannah Z.

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Tag 8: Lessons at Christchurch

Heute konnten unsere Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsbetrieb kennenlernen. Mittwochs ist der sogenannte Formal Day, d.h. alle Schüler und Lehrer tragen Jackets, Krawatten und Blusen.

Hier schildern einige ihrer Eindrücke:

Nach einem guten Frühstück wurden wir in die Obhut unserer Hostschüler gegeben, unser erster richtiger Schultag an der School.

Für mich begann der Tag gleich mit Freistunden. 10.15am traf sich die gesamte Schülerschaft an der schuleigenen Chapel zum Gottesdienst mit gemeinsamen Singen, Gebet und Unterschreiben des Honor Code.

In Anschluss begann der Unterricht für mich mit Geschichte. Doch dort fehlte der eigentliche Lehrer, sodass die Stunde vertreten wurde. Die Kurse bestehen hier zum Großteil nur aus 10 bis 12 Schülern, die alle ihren eigenen Laptop mitbringen und so das analoge Schreiben im Unterricht weitgehend ersetzen.

Der erste typische Unterricht, den ich kennenlernte, war der Spanischkurs. In einem sehr engen Raum saßen wir alle dicht an dicht und es wirkte eher wie Zeitvertreib als richtiger Unterricht. Alle redeten durcheinander und hingen auf ihren Stühlen rum, die spanische Sprache wurde nicht so gut beherrscht und den Großteil der Zeit wurde mit Spielen am Laptop verbracht.

Für mich ging es dann weiter mt Mathematik. Geimeinsam mit dem Lehrer erarbeiteten sich die Schüler Lösungen zu den per Arbeitsblatt gestellten Aufgaben. Heutiges Thema waren Rechnungen zur Kombinatorik anhand konkreter Aufgabenstellungen.

Am Nachmittag konnte ich zusammen mit der ersten Fußballmannschaft der CCS trainieren.

Leander

Der Unterricht hier unterscheidet sich in vielen Punkten von dem in Deutschland. Die Schüler arbeiten mehr miteinander und es werden viel mehr Diskussionen geführt. Auch wird dem Lernen an sich sehr viel Wert beigemessen.

Aber auch die Themen sind anders. So kann man zum Beispiel Unterricht zum Thema „Young Women“ belegen.

Dabei wurde es mir wieder sehr leicht gemacht, mich wohl zu fühlen, weil alle sehr offen und freundlich sind.

Hannah Z.

Heute, der zweite Tag in Christchurch, sind wir alle unseren Hosts in den Unterricht gefolgt.

Zu Beginn fällt im Vergleich zu unseren Schulen in Deutschland auf, dass die Klassen mit circa 12 Schülern sehr klein sind. Der Unterricht ist um einiges interaktiver, so werden zum Beispiel Brettspiele im Matheunterricht gespielt, um das logische und mathematische Denken zu fördern. Ich persönlich empfand den Unterricht weniger anspruchsvoll, nichtsdestotrotz gefällt mir die Struktur der Klassen und der Aufbau des Unterrichts.

Für mich endete die Stunde in einem Kräftemessen im Schach mit dem Mathelehrer, Mr.Nelson. Ich habe zwar verloren, aber es wird ein Rematch geben.

Ibrahim

Nach dem Frühstück war ich zuerst beim SR-Meeting und im Anschluss bei einem weiteren Counciltreffen, wo ich sogar etwas beisteuern konnte. Danach gings zur Acting-Class, die wirklich interessant war, da der Lehrer sich sehr für sein Fach begeistert hat.

Der Biologieunterricht im Anschluss war für meinen Geschmack zu haptisch und beschäftigte sich vor allem mit dem experimentellen Weg zu einer Theorie.

Des Weiteren entsprach der heute behandelte Stoff der 12 Klasse unserem Stoff der 9 Klasse, war also sehr grundlegend. In der Skills Zeit trafen wir uns mit der für Young Women zuständigen Lehrerin und auch hier konnte ich eine Idee beisteuern.

Am Nachmittag gab es für uns viele Möglichkeiten uns sportlich zu betätigen.

Philine

Nach dem Unterricht in den wir unsere Hostschüler begleiteten, machten wir Sport mit den Schulteams. Einige haben Fußball gespielt, aber wir sind mit dem „Running Club“ zusammen laufen gegangen und haben Übungen mit Ihnen gemacht.

Danach sind wir selbstständig in den schuleigenen Kraftraum gegangen und haben dort trainiert. Schlussendlich sind wir zu unserer Gastfamilien gegangen und haben mit dieser Pizza bestellt und diese gemeinsam gegessen.

Lisa und Leo

DB

Tag 7: MINTies AUF DEM CAMPUS!

Am heutigen Tag ereigneten sich auf dem Campus der Christchurch School, VA einige denkwürdige Vorfälle. Die am gestrigen Tag völlig überraschend aufgetauchten Promi-Nachwuchsnobelpreisträger aus dem weltbekannten Braunschweig an der Oker nahmen tatsächlich an einem Gemeinschaftsfrühstück mit den Schülern der Gastgeberschule teil, um danach dem Mechatronic Lab der Schule einen Promibesuch abzustatten und das top ausgestattete Labor auszutesten. Unter anderem wurden Handys lasergraviert und sogar Raumschiffe 3D-gedruckt. Die MINTies lernten außerdem ihre Lernprozesse aus psychologischer Hinsicht zu verstehen und zu verbessern.

Growth mindset – getting to know you better!

Playing together and making friends

Happy birthday, Philine and Simon!

How does it work?

Ausgewählte Produkte der WG-Christchurch-Firma

Nach dem Lunch wurde noch ein Soccergame begonnen was allerdings aus wettertechnischen Gründen abgebrochen. Dazu einer der MINTies: „Eine mehr als bedauerswerte Entscheidung, angesichts der Wetterlage aber die einzig sinnvolle.

Nevertheless it was a good day!

Florian + Simon

Tag 6: Christchurch, here we come!

Heute war es an der Zeit D.C. good Bye zu sagen und den Transfer zur Christchurch School zu machen.

Doch bevor unser großartiger Gastgeber Aaron uns mit dem Schulbus der CCS abholte, fuhren Leander, Ibrahim, Jakob und Herr Bielenberg, während der Rest der Gruppe noch einmal die Einkaufsmöglichkeiten in der H-Street aufsuchten, zum Goethe Institut im Zentrum von D.C..

Gleich acht (!) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßten unsere kleine Delegation und stellten uns die Arbeit und Möglichkeiten des Instituts vor. Dabei waren auch drei deutsche studentische Praktikanten, die für drei oder sechs Monate in der vom Auswärtigen Amt getragenen Einrichtung Erfahrungen sammeln wollen und den unseren Schülern einiges über ihre Ziele und Erfahrungen berichten konnten. Die Niederlassung in Washington leitet als Regional Headquarter den gesamten nordamerikanischen Bereich.

wunderbartogether.org

Eine wesentliche Aufgabe des Goethe-Instituts ist die Kulturarbeit zur Vermittlung eines positiven Deutschlandbildes in den USA bzw. in der Welt. Dazu gehören auch die Spracharbeit und Programme wie das im Oktober in den USA beginnende Deutschlandjahr. Quer durch die Vereinigten Staaten wird mit einem Bündel von Projekten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur und Wissenschaft die besondere Bedeutung der transatlantischen Beziehungen unterstrichen.

Arriving at Christchurch

Aaron hatte uns die rund 200km sicher nach Christchurch gefahren. Ohne irgendetwas auszuladen, ging es erst einmal auf Campus-Entdeckungstour.

Nach dem gemeinsamen Abendessen lernten wir unsere Gastfamilien kennen.

A great start is done! Exciting Days coming up!

Dirk Bielenberg

Tag 5: Tag der Museen – die persönlichen Highlights

Heute waren wir den ganzen Tag auf der National Mall um ausgewählte Museen der Smithsonian Stiftung zu besuchen. Diese erstklassigen Museen sind dank der Stiftung des Wissenschaftlers James Smithson kostenfrei zu besuchen.

Hier stellt jeder von uns sein persönliches Highlight vor:

Ibrahim Al-Mousllie:

Mein Objekt ist die erste Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika: Stars and Stripes aus dem American History Museum. Es ist die Flagge wie man sie kennt, nur statt mit 50 Sternen nur mit 14. Obwohl sie beschädigt ist, strahlt sie eine enorme Symbolkraft aus.

Leo Antlitz:

Dies ist der 1. Kommunikationssatellit der ins All geschossen wurde und ist im Air and Space Museum zu sehen. Er erlaubte es 1962 erstmals richtig Übertragung von Reden oder Texten in verschiedene Länder zu übermitteln.

Dirk Bielenberg:

Mir hat die hyperrealistische Skulptur „Woman eating“ des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Duane Hanson im Smithsonian American Art Museum (SAAM) besonders gut gefallen. Die Arbeiten von Duane Hanson sind ein Thema meiner mündlichen Abiturprüfung gewesen.

Jakob Hirschler:

Diese Ausgabe des Batmobils etablierte 1989 in Tim Burtons erstem Batman Film den Stereotyp des mit Waffen überladenen Fahrzeugs eines Superhelden in der Filmlandschaft. Dass das Superheldengenre auch die heutige Kinolandschaft in Gestalt von Marvel und DC beherrscht, zeigt die enorme Schlagkraft, die die Lawine, die dieser Film mit Michael Keaton in der Hauptrolle, welcher auch heute noch in ihr eine nicht unwichtige Rolle spielt (siehe u. A. Marvel’s Spiderman: Homecoming), bereits damals ausgelöst hat.

Lisa Kontetzki:

Mein Lieblingsausstellungsstück fand ich im Naturhistorischen Museum. Es ist ein Diorama von einem Korallenriff und Meerestieren, hergestellt aus Plastikmüll, welcher an Stränden gefunden wurde. Es handelt sich dabei um beispielsweise Plastikflaschen oder -tüten. Das Diorama ist ein Statement gegen die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere und die Bedrohung der Meeresfauna und -flora.

Simon Langner:

Ein intaktes Cockpit einer B747 im Air and Space Museum! Ziemlich interessant die Technik eines Flugzeuges zu sehen, was sonst hinter verschlossenen Türen bleibt. Zudem ist das Cockpit bereits recht alt, wodurch neben den Pilotensitzen noch zwei weitere Sitze im Cockpit sind und man so auch mal sieht, wie kompliziert früher Funken war...

Leander Le Ba:

Ich habe mir diese Zitattafeln ausgesucht, da sie die Gefühlslage vieler Afro-Amerikaner sowohl von früher, als auch von heute widerspiegelt. Zu sehen sind die Zitate von sechs bekannten und einflussreichen Afro-Amerikanern, unter anderem Obama oder Mata Angelou. Diese Tafeln lassen die Zitate im Raume stehen und regen zum Nachdenken an.

Jessica Musch:

Ich fand vor Allem den 45,52 karätigen Hope Diamond am besten und schönsten, da dieser eine, für Diamanten sehr seltene Farbe hat und eine interessante Hintergrundgeschichte. Er ist ein Teil des berühmten French Blue Diamanten und verschwand während der Französischen Revolution auf mysteriöse Art und Weise, bis er zwei Jahrzehnte später in London wieder auftauchte.

Hannah Rahmel:

Das HUBBLE SPACE TELESCOPE im Air and Space Museum ist das größte Teleskop, das ins Weltall geschickt wurde. Es hat den Astronomen viele neue Informationen über das Weltall gegeben.

Philine Schmidt:

Mein Lieblingsaustellungsstück fand sich in der Abteilung Offspring des Naturhistorischen Museums. Es beschäftigt sich mit der Verbreitung der SARS Epidemie in unserer vernetzten Welt. Die SARS ist eine Infektionskrankheit, welche die ihren Ursprung vermutlich bei Horseshoe Fledermäuse hat und bei Menschen tötlich endet, wenn sich durch die Krankheit die Lunge mit Flüssigkeit füllt.

Olaf Timme:

Die abgebildeten Fossilien sind im National Museum of Natural Science ausgestellt. Links sind die Funde aus dem Perm vor über 252 Millionen Jahren dargestellt, rechts hinter dem roten Balken die Funde aus dem Trias vor knapp 252 Millionen Jahren. Die vorhandenen Fossilien sind nicht nur deutlich kleiner, auch die Zahl der Arten ist deutlich verringert. So wird das größte Massensterben dargestellt, welches die Erde jemals gesehen hat. 95% aller Arten starben aus. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, Hypothesen sind der Einschlag eines Asteroiden, Vulkanausbrüche und ein zu geringer Sauerstoffgehalt. Es hat 20-30 Millionen Jahre gedauert bis die Ozeane wieder die ursprüngliche Artenvielfalt erreichten, aber aus den überlebenden Arten entstanden durch Evolution im Laufe der Jahre eine Vielzahl neuer Arten, so dass die Ökosysteme neu aufgebaut werden konnten.

Florian Wallner:

Dargestellt ist die Minuteman Atomrakete aus dem Air and Space Museum. Diese Errungenschaft menschlichen Intellekts und moderner Wissenschaft ist die Anwendung dieses Strebens auf ein schreckliches Gebiet menschlichen Tuens: Das Töten. So bestimmte dieses Damoklesschwert durch seine Zerstörungskraft ein halbes Jahrhundert die Geschicke der Welt und hielt sie in Atem.

Hannah Ziesenies:

Die im National Museum of Natural History ausgestellten Fotografien sind faszinierend, denn sie zeigen die Schönheit und Vielfalt unserer Natur.

National Mall by night

Zum Ende des gestrigen Tages waren alle schon ziemlich müde und nicht alle waren davon überzeugt sich die National Mall und die Memorials anzusehen, aber letztendlich hat sich das als Highlight des Tages herausgestellt. Es fing damit an, dass auf dem Weg zu dem Jefferson Memorial sich eine schöne Sicht auf das Washington Monument bot.

Beim Memorial angekommen hielten wir uns dort eine Zeit lang auf, da die Sonne unterging und jeder Fotos davon machte. Aber ganz ehrlich, der Sonnenuntergang war auch definitiv toll anzuschauen.

Als wir uns nun von dem Anblick losreißen konnten, machten wir uns auf den Weg zu dem Franklin Delano Roosevelt Memorial, welches bei Nacht wunderschön beleuchtet war.

Durch einen Informationstext, den Herrn Bielenberg vorlas, erfuhren wir, dass Roosevelt eigentlich im Rollstuhl saß, dies aber zu seinen Lebzeiten verheimlicht wurde, da es damals als Symbol der Schwäche galt. Heutzutage hätten einige gerne Roosevelt’s Statue mit einem Rollstuhl gesehen, aber als das Denkmal gebaut wurde, war dies immer noch sehr umstritten, da auch viele der Meinung waren, dass er durch den Rollstuhl als Held identifiziert werden könnte.

Als nächstes kam dann das Martin Luther King Memorial, von welchem man eine wunderbare Sicht auf das beleuchtete Jefferson Memorial hatte. Außerdem war es erstaunlich diese riesige, massive, halb aus Marmor geschlagene Statue zu sehen.

Nun ging es zu dem World War II Memorial, welches wirklich beeindruckend war. Jeder Bundesstaat hat eine Säule mit einem Kranz zu ehren der gefallenen Soldaten im Krieg. Insgesamt wurde das Memorial in zwei Seiten aufgeteilt, die die verschiedenen Schlachten symbolisieren, die Atlantik Seite und die Pazifik Seite.

Nun ging es zu dem Highlight des Tages: dem Lincoln Memorial und dem Blick über die Mall bei Nacht. Am Fuße des Lincoln Memorials saßen wir als Gruppe erst einmal auf den Stufen und hörten uns erst einmal einen Podcast zu diesem Memorial und zu Lincoln an. Wir erfuhren, dass Lincoln die Sklaverei endgültig beendet und die USA trotz des Civil Wars zusammengehalten hatte, bis er am 15. April 1865 von einem Attentäter ermordet wurde.

Als wir dann oben waren, war erstens das Memorial an sich sehr imposant, aber mindestens genauso auch die Aussicht über die gesamte Mall.

Im Ganzen ein mehr als gelungener Abschluss des Tages

Jessica

Dinner at Chercher

Die Entscheidung äthiopisch essen zu gehen fällten wir, da die äthiopische Volksgruppe die größte hier lebende afrikanische Volksgruppe ist. Als diese Entscheidung getroffen wurde, ahnten wir keinesfalls, welch ein Erlebnis dieses Dinner werden sollte. Der unscheinbare Eingang ließ überhaupt nicht vermuten, dass sich dort eines der besten äthiopischen Restaurants Washingtons befindet, geschweige denn ein mehrfach von Michelin empfohlenes.

Zu Beginn des Essens hatten wir Wood getroffen. Er arbeitet für das Goethe Institut in Washington. Herr Bielenberg kennt ihn gut, da er die transatlantischen Besuchsprogramme für amerikanische Lehrer, die einmal Deutschland kennenlernen möchten, koordiniert.

Das Besondere an äthiopischen Mahlzeiten ist, dass nicht jeder einzelne ein eigenes Gericht auf einem eigenen Teller bestellt, sondern man als Gruppe gemeinsam von großen Tellern isst, in dem man sich mit dem Fingern und einem typisch äthiopischen Fladenbrot das Fleisch und die verschiedenen Gemüsebeilagen von großen Platten aufnimmt.

Auf diese Weise entsteht ein Miteinander beim Essen, dass Unterhaltungen fördert und das Gruppengefühl stärkt. Alles in allem war es ein sehr interessantes Essen, dass es uns ermöglichte in eine fremde Kultur einzutauchen und dabei unsere Mitreisenden besser kennenzulernen. Es hat sehr gut geschmeckt und ist absolut zu empfehlen, auch wenn es teilweise etwas scharf gewürzt gewesen ist.

Hannah Z. und Philine