Tag 14: Rolling Home

Heute hieß es Abschied nehmen von liebgewonnenen Freunden und Kollegen. Eine tolle Zeit an der Christchurch School hat sein geplantes Ende gefunden. Unsere Schülerinnen und Schüler haben bei allen Beteiligten einen tollen Eindruck hinterlassen. Die Kooperation unserer beiden Schulen hat sich weiter gefestigt und ist geprägt von großer gegenseitiger Wertschätzung.

Schulleiter Jeb Byers ließ es sich nicht nehmen, uns mit den besten Wünschen zu verabschieden: „See you in Braunschweig“.

My most valuable experience was…

… that I got into touch with so many amazing and friendly people because this made my feel very comfortable.

… the community on the campus and hospitable atmosphere.

… the feeling of beeing home at Christchurch.

… meeting all these incredible nice people and new friends, because they taught me so much about kindness, culture and international friendship.

… the Dragon Run, because the atmosphere and the environment gave me a breathtaking and mind inspiring night experience.

… the time with the host-family, because I never had an experience like this and they treated us so lovingly that I can never forget this.

… the connection between the school and the nature around the bay and how the people here are living a livestyle that let you feel like home.

… discovering the US with its cities, people and nature, because it opened new perspectives to me and triggered new thoughts.

… the time I spend with my host family, because I learned much about America and they were so nice.

… the Christchurch-only feeling of community shared by the about 200 students and their teachers.

… that I felt beeing at home right when arriving at campus.

… how we catched the fishes on the trip to Parrot Island, because it was so simple, but you never really thought about doing stuff like that.

… beeing a part of the Christchurch School community because they were welcoming and caring to me as a guest.

DB

Tag 13: The last day

Florians Projekt

Christchurch, 9:00 Uhr morgens: Was macht Florian da?

Er holt Wasser aus dem Rappahannock und füllt es in zwei Behälter.

Wieso das? – Wir haben über die Tage verteilt so viel über die Austern und ihre Reinigungskraft für den Fluss gehört, das will sich Florian jetzt genauer anschauen.

Dazu holt er sich ein paar Austern und ein Messgerät, um die Trübung zu messen.

Ein Becken wird mit Austern gefüllt, das andere nicht (Kontrolle). Dann wird die Trübung in regelmäßigen Abständen gemessen.

Währenddessen kreisen wieder mehrere Adler über unseren Köpfen.

Außerdem misst Florian noch ein paar andere Parameter – top secret!

Und das Ergebnis nach fünfzig Minuten? – Wird hier nicht verraten.

Thank you, Aaron!

Zum inhaltlichen Abschluss dieses tollen Aufenthaltes in Christchurch saßen wir WG-MINTies mit Aaron Alter, Dave Cola und Andy Angstrom zusammen. Aaron stellte uns das Global education program von Christchurch vor und wie unser Besuch damit zusammenhängt.

Wir nutzten die Gelegenheit ein ausführliches Feedback zu geben. Alle waren voll des Lobes und hätten sich nur mehr gemeinsame Aktivitäten mit den Christchurch-Schülern gewünscht.

Dave Cola ermahnte uns weiterhin neugierig und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu erzählen, was wir erlebt haben.

Am Ende bekam Aaron von uns seine hochverdienten Abschiedsgeschenke.

Thank you, Aaron, Dave and Andy! Thank you, Christchurch!

The sweet goodbye

Aaron überraschte uns heute nach dem Abendessen mit etwas besonders Leckerem: Torten und Eiscreme.

Die Gastgeber und Patenschüler kamen hinzu und so guten wir zusammen den süßen Abschied genießen.

Es entwickelten sich noch einige tolle Gespräche bis die Kollegen und Schüler ihren Arbeiten nachgehen mussten. Alles in allem war das heute ein toller und sehr emotionaler Abschluss.

O. Timme

Tag 12 Update: Tangier Experience – Talking to Linda

Während unserer Inselerkundungstour haben wir einige interessante Menschen kennengelernt, ob Bewohmer oder selbst Touristen wie wir. Wir wollten mehr über die Art des Denkens der Inselbewohner erfahren und aus erster Hand ihre Ängste und Meinungen erklärt bekommen.

So haben wir Linda kennengelernt, eine Frau Ende 60, die vor zwölf Jahren mit ihrem Mann auf einem Segelboot nach Tangier gekommen ist und entschied, dort zu bleiben. Linda ist stark konservativ und eine große Fürsprecherin Trumps, wie nahezu alle auf der kleinen Insel.

Trotz der Tatsache, dass Tangier, ihre Heimat im Laufe der letzten Jahre stark an Landmasse abgenommen hat, durch den Anstieg des Meeresspiegels, leugnet sie die Existenz des Klimawandels. Sie nennt den Klimawandel „eine Lüge, mit der Geld gemacht werden soll“. Laut ihr ist der Anstieg des Meeresspiegels mit einer Wärmeperiode zu erklären, die wie immer schon auf eine Kälteperiode folgt, so war es laut ihr schon immer in der Geschichte unserer Erde.

Doch nicht nur Aussagen wie diese überraschen uns. So erklärte sie im Verlauf des Gesprächs, dass Trump nicht genug Zeit hat, sich um Tangier zu kümmern und dass sie ihm dies auch nicht übel nimmt, denn er habe sich schließlich darum zu kümmern, dass der Irak nicht „crazy“ wird, genauso wie die Franzosen. Was uns schockierte, war ihre Aussage, dass Trump sich um die Muslime in London sorgen muss. Linda offenbarte uns, dass Muslime im Grunde böse sind, da sie nicht dem Wort Gottes folgen und brutale Sitten haben. Als Ibrahim ihr sagte, dass er Muslim ist, antwortete sie mit „I‘m sorry for you“.

Auch Immigranten stellen für sie ein großes Problem dar, da sie verantwortlich für ihren Geldverlust sind (in Form von Steuern).

Zwar hat sie im Verlauf des Gesprächs an ihren Werten festgehalten, doch hoffen wir, dass diese Unterhaltung doch einen Einfluss auf sie hatte und ihr ein wenig die Augen öffnen konnte.

Leander

Tag 12: Tangier Island – another world within Chesapeake Bay

Tangier ist eine Insel in der größten Flussmündung der USA, der Chesapeake Bay. Der Name Chesapeake kommt aus der Sprache der an der Bay angesiedelten Indianerstämne der Nanticoke und Powhatan und bedeutet soviel wie Großer Fluss.

Die gut drei Quadratkilometer große Insel Tangier wird regelmäßig von den Schülern und Schülerinnen der Christchurch School besucht und heute auch von den MINTies, da sie in geografischer, kultureller und politischer Hinsicht Bemerkenswertes zu bieten hat. Kürzlich wurde Tangier mit seinen ca. 700 Einwohnern sogar im Morgenmagazin und in den Tagesthemen der ARD thematisiert.

Die Einwohner von Tangier bilden eine eigene Kulturgruppe, die sich mit ihrer eher britischen Sprache, ihrer tief verwurzelten Gottgläubigkeit und ihren extrem konservativen Ansichten einen eigenen Kosmos bewahrt hat.

Sie negieren den Klimawandel, obwohl ihre 1m über dem Meeresspiegel liegende Insel seit 1850 zwei Drittel der Landmasse verloren hat.Wissenschaftliche Prognosen besagen, dass die Insel bereits in 25 Jahren durch den ansteigenden Meeresspiegel unbewohnbar sein wird. Unlängst hat Präsident Trump dem Bürgermeister telefonisch seine persönliche Unterstützung zugesagt. Kein Wunder, dass jetzt 95% der Einwohner den aktuellen Präsidenten unterstützen.

Die Chesapeake Breeze fährt einmal am Tag nach Tangier – Fahrtdauer für eine Strecke 1.40h.

Gute Stimmung bei Windstärke 5

Festhalten! Trotz deutlichem Seegang – keine Seekranken unter den MINTies.

Mit vereinten Kräften gelingt auch das „Titanic Feeling“.

Zu Gast beim netten Captain auf der Brücke.

Die „Speerspitze“ hält Ausschau nach der Insel.

Approaching Tangier

Überall einfach viel Wasser.

Schon bei der Einfahrt in den Hafen wird klar, auf Tangier gibt es nur eine politische Windrichtung.

Die MINTies auf der Hauptstraße der Insel.

Das Postamt der Insel – das Mailboat kommt sechsmal die Woche.

Die meisten Einwohner der Insel sind Methodisten.

Das Gespräch mit Linda lässt tief in die extrem konservativen Denkweisen der Einwohner blicken.

DB

Es folgen bald die Berichte und Impressionen der Schülerinnen und Schüler …

Tag 11: On the road of virginian history

Am frühen Morgen traf sich eine ausgewählte Gruppe von Schülern um den Sonnenaufgang vom Steg der Christchurch School zu bewundern.

Danach ging es on the road of virginian history: Vom Leben der Ureinwohner über die Geschichte der ersten britischen Siedlung auf dem amerikanischen Kontinent bis zu einem der ersten Städte der britischen Kolonien.

O. Timme

The Chickahominy Pow Wow

Ein sehr interessantes Ereignis heute war das sogenannte „Pow-Wow“, ein Native American Fest. Als wir dort ankamen, hatten wir eine halbe Stunde Zeit uns die Stände anzusehen und etwas zu kaufen, bis dann das Programm anfing. An den Ständen wurden für Native Americans typische Schmuckstücke, Traumfänger und andere Accessoires verkauft. Unter anderem auch kleine Speere, die aber leider immer noch zu groß für einen Koffer waren. Zudem waren viele der angebotenen Sachen handgemacht.

Meeting the chieftain of the Chickahominy

Um 12:45 Uhr ging es dann endlich mit der Zeremonie los. Zuerst wurden von dem Moderator die einzelnen Stämme genannt und diese stellten sich dann selbst durch jeweils ein typisches, für ihren Stamm repräsentatives, Lied vor.

Nach gut zehn Minuten liefen dann die unterschiedlichen Stämme zum Takt der Trommeln auf der kreisrunden Tanzfläche ein und stellten sich auf. Einige in die Mitte und die anderen am Rand des Kreises.

Nun wurden alle aus dem Publikum in diesen Kreis gebeten, die bei der Army gedient hatten oder es immer noch tun und die Native Americans dankten diesen Menschen. Als dann wieder die Trommeln anfingen zu spielen und alle auf der Tanzfläche sich in Bewegung setzten, mussten wir leider schon wieder gehen und dieses eindrucksvollen Ereignis verlassen. Trotz der kurzen Zeit, die wir dort verbracht hatten, war es sehr spannend an so einem traditionellen Ereignis teilzunehmen.

Jessica

Jamestown

Nach dem POW WOW sind wir nach Jamestown gefahren, welches die erste dauerhaft britische Siedlung Nordamerikas war. Sie wurde 1607 von James Fort auf einer kleinen Insel im James River in Virginia gegründet und nach König James I. von England benannt. Wir haben zunächst ein Monument (Obelisk) angeschaut, welches 1907 gebaut wurde, um das 300 jährige Jubiläum der Siedlung Jamestown zu zelebrieren. Anschließend haben wir uns gemeinsam die noch übrig gebliebenen Gebäude und Gedenkstätten angeschaut und sind sogar einem Native American namens Daniel Abbott begegnet. Er zeigte und demonstrierte uns traditionelle Jagd- Werkzeuge und -Techniken.

Wie war das Leben für die frühen Siedler?

Daniel Abbott von den Nanticokes versteht es aufs Vortrefflichste, uns die Geschichte der Native Americans zu veranschaulichen und zu erklären.

Den Schülern wird die spannende Geschichte von Jamestown nahe gebracht.

Dabei kreisen die Weißkopfseeadler über unseren Köpfen .

Zum Schluss sind wir vor Ort in ein Museum gegangen, welches viele Funde ausgestellt hatte. Wir haben außerdem erfahren, dass die Kolonisten alles aßen was sie konnten, inklusive Schuhleder, laut Überlebenden sogar Ratten, Katzen, Hunde, Schlangen, Ungeziefer und Aas. Es war für uns alle ein interessanter und informativer Nachmittag.

Im Museum

Pocahontas Hände zu berühren bringt Glück!

Hannah R.

Williamsburg and William and Mary University

Nach unserer Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte des historische Forts um Jamestown fuhren wir in die Universitätsstadt Wiliamsburg. Dort hatten wir zunächst etwas Freizeit in der wir in einem englischen Pub bzw. in einem studentischen Lokal gegessen haben. Nachdem wir uns wieder als Gruppe gesammelt hatten gingen wir in eine familiäre Manufaktur in der Schokolade und Eis verkauft wurden.

Viele kauften sich dort etwas, trotz des hohen Preises.

Danach besichtigten wir das „William and Marry College“, dies ist das zweitälteste College der USA. Die Gebäude waren alle in einem sehr schönen, alten Stil gebaut, von innen allerdings war, beispielsweise die Bibliothek, neu ausgestattet. Außerdem konnten wir dort viel über die Traditionen und bekannten Studenten, zum Beispiel Thomas Jefferson, des Colleges lernen.

Lisa + Philine

Tag 10: The CCS Oyster Projects

Heute standen am Vormittag für unsere MINTies wieder zahlreiche Unterrichtsbesuche auf dem Programm. Im Vormittagsverlauf gab es, wie zweimal pro Woche üblich, die Assembly für die gesamte Schulgemeinschaft. Neben diversen Bekanntmachungen mussten zwei Seniors (Schüler des 12. Jahrgangs) eine Speech halten, die ein Pflichtteil der High School-Graduation darstellt.

Ankündigungen und Schülerreden auf der Versammlung in der großen Aula

Am frühen Nachmittag ging es für einen kurzen Besuch nach Kilmarnock, einem kleinen Ort nördlich des Rappahannock Rivers, dem sogenannten Northern Neck. Die Schülerinnen und Schüler hatten hier wiederum die Aufgabe in Gesprächen mit Einheimischen herauszufinden, welche wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte diesen Ort prägen.

In Kilmarnock haben sich sehr viele Rentner niedergelassen. Dementsprechend dominieren Geschäfte zur Hausein- und ausrüstung. Es finden sich aber auch schöne Kunstgalerien.

Gerade einmal 3.000 Einwohner leben im Ort selbst.

Das Museum – for FREE (aber nur das Parking)

Ein Schnäppchen für das Handgepäck- 6.000€ in Deutschland!

Die örtliche Bibliothek hat immer geöffnet!

DB

The Oyster Project at CCS

Christchurch School, die Schule die wir das Glück haben zu besuchen, ist in ein ganz besonderes Projekt involviert: die Repopulation von Austern im Rappahanock River.

Einst war die Bucht voll von Austern, von denen auch heutige Exemplare bis zu 50 Gallonen (190 Liter) Flusswasser pro Tag filtern können.

Schon zur Zeit, als John Smith, der erste Brite, der hier am Fluss landete, hielten sie den diesen bis zum Grund klar. Heute ist der Bestand auf nur noch 2% des Ursprünglichen zurückgegangen. Grund dafür ist Überfischung und die aus dem riesigen Wassereinzugsgebiet eingespülten Nährstoffe welche das Algenwachstum enorm beschleunigt haben.

Diese Austern sind, wenn gewaschen, fertig für den Verkauf.

Dadurch wird den Austern eine wesentliche Lebensgrundlage genommen, denn zum Wachsen benötigen sie Oberflächen an denen sie Halt finden um sich darauf festzusetzen. Aber auch durch die Tatsache, dass die toten Schalen nicht in den Fluss zurück gelangen, konnten neue Austern nicht richtig heranwachsen. Die Folgen sind belastetes Wasser voller Algen und Rückgang der Artenvielfalt, auf den Austern selbst können bis zu neun verschiedene Species angetroffen werden.

In den Austernkäfigen nisten sich ganz gerne auch mal Krabben ein.

Diesen Bestand wieder zu vergrößern, hat die CCS sich zur Aufgabe gemacht. Sie sammeln leere Alu-Dosen und kaufen vom Recyclingerlös frische Austernbrut, welche sie in einer Anlage geschützt wachsen lassen und sie, wenn sie groß genug sind, in der Bucht ansiedeln.

Baby Oysters haben im Fluss schwierige Bedingungen – die CCS Schüler lassen sie geschützt in Becken wachsen.

Durch Projekte wie dieses lässt sich wieder ein leichter Anstieg der Populationen verzeichnen. Dass es funktioniert, zeigt auch das Urbanna Creek Projekt. Denn in diesem kleinen Nebenarm des Rappahanock Rivers hat man festgestellten können, dass die Verbesserung der Wassergüte gelingt und hat begonnen hier Austern wieder in großer Zahl anzusiedeln.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: es wieder Arten, die eher in sauberen Gewässern zu finden sind, wie zum Beispiel Seepferdchen.

Schüler der CCS waschen die Austern – in zwei Wochen beginnt der Verkauf – 1$/pc

Das erfolgreiche Projekt wird an der Christchurch School in einer Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Waterfront Directors Will Smiley betrieben.

Florian im Gespräch mit Will Smiley

Florian

Bonfire Evening at the waterfront

Gebratene Marshmallows zwischen zwei Crackern mit Schokolade – Yummie!

Tag 9: Place based education on the Rappahannock

Place based education und Urbana

Nach dem üblichen gemeinsamen Frühstück in der Cafeteria, wurde uns das Prinzip der „Place based education“ nahegebracht. Es geht darum, dass man durch praktische Übungen, durch Erkundung eines Ortes und eigene Verantwortung im Lernen, sich selbst Erfahrung und Wissen aneignet. Dies geschieht zum Beispiel durch Kartenlesen, Erkundung der Gegend oder Gespräche mit anderen Menschen, in denen außerdem auch die Sozialfähigkeiten gestärkt werden.

Dave Cola führt uns sehr professionell und anschaulich in die Place based education ein.

Jeder trägt etwas bei – jeder nimmt etwas mit.

So sind wir heute nach Urbana, die nächstgelegene, kleine Stadt gefahren und sollten selbstständig in dreier Gruppen Informationen über den Ort in den Kategorien Ökonomie, Gesellschaft, Geschichte und der Stadtverwaltung herausfinden. Es war eine interessante Erfahrung durch Gespräche mit anderen Leuten etwas über deren Leben und deren Stadt herauszufinden und eine Alternative zu dem standardmäßigen Unterricht zu haben.

The small town of Urbana with about 460 proud citizens.

What have we found out?

Leo

Exploring Parrot Island and the Rappahannock

Parrot Island war für alle ein unvergessliches Ereignis. Die Kanufahrt dorthin war schon ein Erlebnis für sich. Wir alle konnten zwar schon Kanu fahren, oder hatten es schnell gelernt, aber durch den Wind und die Wellen war es nochmal etwas anderes als auf der Oker zu paddeln. Außerdem mussten wir durch seichtes Wasser, Schlamm und hohes Gras waten und unsere Bote hinterher ziehen, um auf die andere Seite von dem Land zu kommen.

Bei bestem Wetter paddeln wir auf dem Rappahannock.

Unterwegs trafen wir unendlich viele Schnecken, einige Krabben und ein paar abgestorbene Bäume. Warum ich dies erwähne? Diese Bäume sind Zederbäume gewesen und dadurch, dass sie abgestorben und trocken waren, konnte man ganz einfach einen Ast abbrechen und ihn mitnehmen. Zudem duftete das Holz sehr gut und nicht so extrem, wie manche Scheiben im Kleiderschrank, um die Motten abzuhalten.

Mit allen Sinnen die Umwelt erkunden

Später, als wir dann auf der Hauptinsel ankamen, durften wir etwas in dem warmen Wasser des Rappahannock Rivers schwimmen gehen und uns halbwegs frei auf der Insel bewegen und nach alten, angeschwemmten Gegenständen suchen. Eine Steinpfeilspitze fand außer unserem Coach Dave Cola zwar niemand, aber dafür wurden einige alte und schöne Porzellanscherben oder Muscheln gefunden.

Wir lagen vor Parrot Island …

… und begrüßen die Einheimischen.

Nach einer Stunde ging es dann wieder in Richtung Festland, aber bevor es zurück zu dem kleinen Hafen ging, hielten wir an der Küste an und fingen im seichten Wasser mit einem Netz ein paar Fische. Der beeindruckendenste Fang war ein Kugelfisch. Zuerst wussten wir das nicht und ich hatte mich ziemlich erschrocken, als er sich in meinen Händen aufgeplustert hatte, aber nachdem wir erfahren hatten, dass er nur beißen konnte und dieser Biss auch nur weh tun und nicht giftig sein würde, wollte jeder den Fisch in die Hände halten oder anfassen. Er hatte winzige Stacheln auf seinem Körper, wenn er eine Kugel war, welche sich rau angefühlt haben, wohingegen er sich in seiner normalen Form etwas schleimig und glitschig anfühlte. Außerdem sah er in beiden Formen lustig aus, da sein Gesicht im Vergleich zum Körper ziemlich klein war.

Welche Tiere leben im Fluss?

Na, was haben wir heute?

Wir finden insgesamt neun verschiedene Arten.

Hände weg!

Der Kugelfisch beeindruckt alle!

Nach diesem Erlebnis ging es dann zurück in den Hafen und an Land, von wo aus es dann zum Essen ging. Alles in allem eines der beiden besten Ereignisse des Tages.

Great Mexican food at Mi Jalisco

Jessica

Dragon Run at night

Nach einer Fahrt durch dichten Wald kamen wir an einer geeigneten Uferstelle zum Boote ablegen an. Ab diesem Zeitpunkt hieß es sehr leise zu sein. Als alle in ihren Booten saßen ging es los. Ganz leise paddelten wir den Dragon run entlang. Da wir mitten im Wald waren konnten wir uns tatsächlich fühlen wie Indianer vor 400 Jahren: kein Straßenlärm und nur der Wald und seine Bewohner um uns herum. Taschenlampen gab es für uns dementsprechend natürlich auch nicht, sonder nur das Mondlicht.
Bei kurzen Pausen hatten wir die Gelegenheit in die Sterne zu gucken und den Geräuschen um uns herum zuzuhören. Alles in allem ein wunderschönes Erlebnis.

Die Augen sehen mehr als die Kamera.

Hannah Z.

Tag 8: Lessons at Christchurch

Heute konnten unsere Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsbetrieb kennenlernen. Mittwochs ist der sogenannte Formal Day, d.h. alle Schüler und Lehrer tragen Jackets, Krawatten und Blusen.

Hier schildern einige ihrer Eindrücke:

Nach einem guten Frühstück wurden wir in die Obhut unserer Hostschüler gegeben, unser erster richtiger Schultag an der School.

Für mich begann der Tag gleich mit Freistunden. 10.15am traf sich die gesamte Schülerschaft an der schuleigenen Chapel zum Gottesdienst mit gemeinsamen Singen, Gebet und Unterschreiben des Honor Code.

In Anschluss begann der Unterricht für mich mit Geschichte. Doch dort fehlte der eigentliche Lehrer, sodass die Stunde vertreten wurde. Die Kurse bestehen hier zum Großteil nur aus 10 bis 12 Schülern, die alle ihren eigenen Laptop mitbringen und so das analoge Schreiben im Unterricht weitgehend ersetzen.

Der erste typische Unterricht, den ich kennenlernte, war der Spanischkurs. In einem sehr engen Raum saßen wir alle dicht an dicht und es wirkte eher wie Zeitvertreib als richtiger Unterricht. Alle redeten durcheinander und hingen auf ihren Stühlen rum, die spanische Sprache wurde nicht so gut beherrscht und den Großteil der Zeit wurde mit Spielen am Laptop verbracht.

Für mich ging es dann weiter mt Mathematik. Geimeinsam mit dem Lehrer erarbeiteten sich die Schüler Lösungen zu den per Arbeitsblatt gestellten Aufgaben. Heutiges Thema waren Rechnungen zur Kombinatorik anhand konkreter Aufgabenstellungen.

Am Nachmittag konnte ich zusammen mit der ersten Fußballmannschaft der CCS trainieren.

Leander

Der Unterricht hier unterscheidet sich in vielen Punkten von dem in Deutschland. Die Schüler arbeiten mehr miteinander und es werden viel mehr Diskussionen geführt. Auch wird dem Lernen an sich sehr viel Wert beigemessen.

Aber auch die Themen sind anders. So kann man zum Beispiel Unterricht zum Thema „Young Women“ belegen.

Dabei wurde es mir wieder sehr leicht gemacht, mich wohl zu fühlen, weil alle sehr offen und freundlich sind.

Hannah Z.

Heute, der zweite Tag in Christchurch, sind wir alle unseren Hosts in den Unterricht gefolgt.

Zu Beginn fällt im Vergleich zu unseren Schulen in Deutschland auf, dass die Klassen mit circa 12 Schülern sehr klein sind. Der Unterricht ist um einiges interaktiver, so werden zum Beispiel Brettspiele im Matheunterricht gespielt, um das logische und mathematische Denken zu fördern. Ich persönlich empfand den Unterricht weniger anspruchsvoll, nichtsdestotrotz gefällt mir die Struktur der Klassen und der Aufbau des Unterrichts.

Für mich endete die Stunde in einem Kräftemessen im Schach mit dem Mathelehrer, Mr.Nelson. Ich habe zwar verloren, aber es wird ein Rematch geben.

Ibrahim

Nach dem Frühstück war ich zuerst beim SR-Meeting und im Anschluss bei einem weiteren Counciltreffen, wo ich sogar etwas beisteuern konnte. Danach ging es zur Acting-Class, die wirklich interessant war, da der Lehrer sich sehr für sein Fach begeistert hat.

Der Biologieunterricht im Anschluss war für meinen Geschmack zu haptisch und beschäftigte sich vor allem mit dem experimentellen Weg zu einer Theorie.

Des Weiteren entsprach der heute behandelte Stoff der 12 Klasse unserem Stoff der 9 Klasse, war also sehr grundlegend. In der Skills Zeit trafen wir uns mit der für Young Women zuständigen Lehrerin und auch hier konnte ich eine Idee beisteuern.

Am Nachmittag gab es für uns viele Möglichkeiten uns sportlich zu betätigen.

Philine

Nach dem Unterricht in den wir unsere Hostschüler begleiteten, machten wir Sport mit den Schulteams. Einige haben Fußball gespielt, aber wir sind mit dem „Running Club“ zusammen laufen gegangen und haben Übungen mit Ihnen gemacht.

Danach sind wir selbstständig in den schuleigenen Kraftraum gegangen und haben dort trainiert. Schlussendlich sind wir zu unserer Gastfamilien gegangen und haben mit dieser Pizza bestellt und diese gemeinsam gegessen.

Lisa und Leo

DB