Tag 14: Rolling Home

Heute hieß es Abschied nehmen von liebgewonnenen Freunden und Kollegen. Eine tolle Zeit an der Christchurch School hat sein geplantes Ende gefunden. Unsere Schülerinnen und Schüler haben bei allen Beteiligten einen tollen Eindruck hinterlassen. Die Kooperation unserer beiden Schulen hat sich weiter gefestigt und ist geprägt von großer gegenseitiger Wertschätzung.

Schulleiter Jeb Byers ließ es sich nicht nehmen, uns mit den besten Wünschen zu verabschieden: „See you in Braunschweig“.

My most valuable experience was…

… that I got into touch with so many amazing and friendly people because this made my feel very comfortable.

… the community on the campus and hospitable atmosphere.

… the feeling of beeing home at Christchurch.

… meeting all these incredible nice people and new friends, because they taught me so much about kindness, culture and international friendship.

… the Dragon Run, because the atmosphere and the environment gave me a breathtaking and mind inspiring night experience.

… the time with the host-family, because I never had an experience like this and they treated us so lovingly that I can never forget this.

… the connection between the school and the nature around the bay and how the people here are living a livestyle that let you feel like home.

… discovering the US with its cities, people and nature, because it opened new perspectives to me and triggered new thoughts.

… the time I spend with my host family, because I learned much about America and they were so nice.

… the Christchurch-only feeling of community shared by the about 200 students and their teachers.

… that I felt beeing at home right when arriving at campus.

… how we catched the fishes on the trip to Parrot Island, because it was so simple, but you never really thought about doing stuff like that.

… beeing a part of the Christchurch School community because they were welcoming and caring to me as a guest.

DB

Tag 12: Tangier Island – another world within Chesapeake Bay

Tangier ist eine Insel in der größten Flussmündung der USA, der Chesapeake Bay. Der Name Chesapeake kommt aus der Sprache der an der Bay angesiedelten Indianerstämne der Nanticoke und Powhatan und bedeutet soviel wie Großer Fluss.

Die gut drei Quadratkilometer große Insel Tangier wird regelmäßig von den Schülern und Schülerinnen der Christchurch School besucht und heute auch von den MINTies, da sie in geografischer, kultureller und politischer Hinsicht Bemerkenswertes zu bieten hat. Kürzlich wurde Tangier mit seinen ca. 700 Einwohnern sogar im Morgenmagazin und in den Tagesthemen der ARD thematisiert.

Die Einwohner von Tangier bilden eine eigene Kulturgruppe, die sich mit ihrer eher britischen Sprache, ihrer tief verwurzelten Gottgläubigkeit und ihren extrem konservativen Ansichten einen eigenen Kosmos bewahrt hat.

Sie negieren den Klimawandel, obwohl ihre 1m über dem Meeresspiegel liegende Insel seit 1850 zwei Drittel der Landmasse verloren hat.Wissenschaftliche Prognosen besagen, dass die Insel bereits in 25 Jahren durch den ansteigenden Meeresspiegel unbewohnbar sein wird. Unlängst hat Präsident Trump dem Bürgermeister telefonisch seine persönliche Unterstützung zugesagt. Kein Wunder, dass jetzt 95% der Einwohner den aktuellen Präsidenten unterstützen.

Die Chesapeake Breeze fährt einmal am Tag nach Tangier – Fahrtdauer für eine Strecke 1.40h.

Gute Stimmung bei Windstärke 5

Festhalten! Trotz deutlichem Seegang – keine Seekranken unter den MINTies.

Mit vereinten Kräften gelingt auch das „Titanic Feeling“.

Zu Gast beim netten Captain auf der Brücke.

Die „Speerspitze“ hält Ausschau nach der Insel.

Approaching Tangier

Überall einfach viel Wasser.

Schon bei der Einfahrt in den Hafen wird klar, auf Tangier gibt es nur eine politische Windrichtung.

Die MINTies auf der Hauptstraße der Insel.

Das Postamt der Insel – das Mailboat kommt sechsmal die Woche.

Die meisten Einwohner der Insel sind Methodisten.

Das Gespräch mit Linda lässt tief in die extrem konservativen Denkweisen der Einwohner blicken.

DB

Es folgen bald die Berichte und Impressionen der Schülerinnen und Schüler …

Tag 10: The CCS Oyster Projects

Heute standen am Vormittag für unsere MINTies wieder zahlreiche Unterrichtsbesuche auf dem Programm. Im Vormittagsverlauf gab es, wie zweimal pro Woche üblich, die Assembly für die gesamte Schulgemeinschaft. Neben diversen Bekanntmachungen mussten zwei Seniors (Schüler des 12. Jahrgangs) eine Speech halten, die ein Pflichtteil der High School-Graduation darstellt.

Ankündigungen und Schülerreden auf der Versammlung in der großen Aula

Am frühen Nachmittag ging es für einen kurzen Besuch nach Kilmarnock, einem kleinen Ort nördlich des Rappahannock Rivers, dem sogenannten Northern Neck. Die Schülerinnen und Schüler hatten hier wiederum die Aufgabe in Gesprächen mit Einheimischen herauszufinden, welche wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte diesen Ort prägen.

In Kilmarnock haben sich sehr viele Rentner niedergelassen. Dementsprechend dominieren Geschäfte zur Hausein- und ausrüstung. Es finden sich aber auch schöne Kunstgalerien.

Gerade einmal 3.000 Einwohner leben im Ort selbst.

Das Museum – for FREE (aber nur das Parking)

Ein Schnäppchen für das Handgepäck- 6.000€ in Deutschland!

Die örtliche Bibliothek hat immer geöffnet!

DB

The Oyster Project at CCS

Christchurch School, die Schule die wir das Glück haben zu besuchen, ist in ein ganz besonderes Projekt involviert: die Repopulation von Austern im Rappahanock River.

Einst war die Bucht voll von Austern, von denen auch heutige Exemplare bis zu 50 Gallonen (190 Liter) Flusswasser pro Tag filtern können.

Schon zur Zeit, als John Smith, der erste Brite, der hier am Fluss landete, hielten sie den diesen bis zum Grund klar. Heute ist der Bestand auf nur noch 2% des Ursprünglichen zurückgegangen. Grund dafür ist Überfischung und die aus dem riesigen Wassereinzugsgebiet eingespülten Nährstoffe welche das Algenwachstum enorm beschleunigt haben.

Diese Austern sind, wenn gewaschen, fertig für den Verkauf.

Dadurch wird den Austern eine wesentliche Lebensgrundlage genommen, denn zum Wachsen benötigen sie Oberflächen an denen sie Halt finden um sich darauf festzusetzen. Aber auch durch die Tatsache, dass die toten Schalen nicht in den Fluss zurück gelangen, konnten neue Austern nicht richtig heranwachsen. Die Folgen sind belastetes Wasser voller Algen und Rückgang der Artenvielfalt, auf den Austern selbst können bis zu neun verschiedene Species angetroffen werden.

In den Austernkäfigen nisten sich ganz gerne auch mal Krabben ein.

Diesen Bestand wieder zu vergrößern, hat die CCS sich zur Aufgabe gemacht. Sie sammeln leere Alu-Dosen und kaufen vom Recyclingerlös frische Austernbrut, welche sie in einer Anlage geschützt wachsen lassen und sie, wenn sie groß genug sind, in der Bucht ansiedeln.

Baby Oysters haben im Fluss schwierige Bedingungen – die CCS Schüler lassen sie geschützt in Becken wachsen.

Durch Projekte wie dieses lässt sich wieder ein leichter Anstieg der Populationen verzeichnen. Dass es funktioniert, zeigt auch das Urbanna Creek Projekt. Denn in diesem kleinen Nebenarm des Rappahanock Rivers hat man festgestellten können, dass die Verbesserung der Wassergüte gelingt und hat begonnen hier Austern wieder in großer Zahl anzusiedeln.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: es wieder Arten, die eher in sauberen Gewässern zu finden sind, wie zum Beispiel Seepferdchen.

Schüler der CCS waschen die Austern – in zwei Wochen beginnt der Verkauf – 1$/pc

Das erfolgreiche Projekt wird an der Christchurch School in einer Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Waterfront Directors Will Smiley betrieben.

Florian im Gespräch mit Will Smiley

Florian

Bonfire Evening at the waterfront

Gebratene Marshmallows zwischen zwei Crackern mit Schokolade – Yummie!

Tag 8: Lessons at Christchurch

Heute konnten unsere Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsbetrieb kennenlernen. Mittwochs ist der sogenannte Formal Day, d.h. alle Schüler und Lehrer tragen Jackets, Krawatten und Blusen.

Hier schildern einige ihrer Eindrücke:

Nach einem guten Frühstück wurden wir in die Obhut unserer Hostschüler gegeben, unser erster richtiger Schultag an der School.

Für mich begann der Tag gleich mit Freistunden. 10.15am traf sich die gesamte Schülerschaft an der schuleigenen Chapel zum Gottesdienst mit gemeinsamen Singen, Gebet und Unterschreiben des Honor Code.

In Anschluss begann der Unterricht für mich mit Geschichte. Doch dort fehlte der eigentliche Lehrer, sodass die Stunde vertreten wurde. Die Kurse bestehen hier zum Großteil nur aus 10 bis 12 Schülern, die alle ihren eigenen Laptop mitbringen und so das analoge Schreiben im Unterricht weitgehend ersetzen.

Der erste typische Unterricht, den ich kennenlernte, war der Spanischkurs. In einem sehr engen Raum saßen wir alle dicht an dicht und es wirkte eher wie Zeitvertreib als richtiger Unterricht. Alle redeten durcheinander und hingen auf ihren Stühlen rum, die spanische Sprache wurde nicht so gut beherrscht und den Großteil der Zeit wurde mit Spielen am Laptop verbracht.

Für mich ging es dann weiter mt Mathematik. Geimeinsam mit dem Lehrer erarbeiteten sich die Schüler Lösungen zu den per Arbeitsblatt gestellten Aufgaben. Heutiges Thema waren Rechnungen zur Kombinatorik anhand konkreter Aufgabenstellungen.

Am Nachmittag konnte ich zusammen mit der ersten Fußballmannschaft der CCS trainieren.

Leander

Der Unterricht hier unterscheidet sich in vielen Punkten von dem in Deutschland. Die Schüler arbeiten mehr miteinander und es werden viel mehr Diskussionen geführt. Auch wird dem Lernen an sich sehr viel Wert beigemessen.

Aber auch die Themen sind anders. So kann man zum Beispiel Unterricht zum Thema „Young Women“ belegen.

Dabei wurde es mir wieder sehr leicht gemacht, mich wohl zu fühlen, weil alle sehr offen und freundlich sind.

Hannah Z.

Heute, der zweite Tag in Christchurch, sind wir alle unseren Hosts in den Unterricht gefolgt.

Zu Beginn fällt im Vergleich zu unseren Schulen in Deutschland auf, dass die Klassen mit circa 12 Schülern sehr klein sind. Der Unterricht ist um einiges interaktiver, so werden zum Beispiel Brettspiele im Matheunterricht gespielt, um das logische und mathematische Denken zu fördern. Ich persönlich empfand den Unterricht weniger anspruchsvoll, nichtsdestotrotz gefällt mir die Struktur der Klassen und der Aufbau des Unterrichts.

Für mich endete die Stunde in einem Kräftemessen im Schach mit dem Mathelehrer, Mr.Nelson. Ich habe zwar verloren, aber es wird ein Rematch geben.

Ibrahim

Nach dem Frühstück war ich zuerst beim SR-Meeting und im Anschluss bei einem weiteren Counciltreffen, wo ich sogar etwas beisteuern konnte. Danach ging es zur Acting-Class, die wirklich interessant war, da der Lehrer sich sehr für sein Fach begeistert hat.

Der Biologieunterricht im Anschluss war für meinen Geschmack zu haptisch und beschäftigte sich vor allem mit dem experimentellen Weg zu einer Theorie.

Des Weiteren entsprach der heute behandelte Stoff der 12 Klasse unserem Stoff der 9 Klasse, war also sehr grundlegend. In der Skills Zeit trafen wir uns mit der für Young Women zuständigen Lehrerin und auch hier konnte ich eine Idee beisteuern.

Am Nachmittag gab es für uns viele Möglichkeiten uns sportlich zu betätigen.

Philine

Nach dem Unterricht in den wir unsere Hostschüler begleiteten, machten wir Sport mit den Schulteams. Einige haben Fußball gespielt, aber wir sind mit dem „Running Club“ zusammen laufen gegangen und haben Übungen mit Ihnen gemacht.

Danach sind wir selbstständig in den schuleigenen Kraftraum gegangen und haben dort trainiert. Schlussendlich sind wir zu unserer Gastfamilien gegangen und haben mit dieser Pizza bestellt und diese gemeinsam gegessen.

Lisa und Leo

DB

Tag 6: Christchurch, here we come!

Heute war es an der Zeit D.C. good bye zu sagen und den Transfer zur Christchurch School zu machen.

Doch bevor unser großartiger Gastgeber Aaron uns mit dem Schulbus der CCS abholte, fuhren Leander, Ibrahim, Jakob und Herr Bielenberg, während der Rest der Gruppe noch einmal die Einkaufsmöglichkeiten in der H-Street aufsuchten, zum Goethe Institut im Zentrum von D.C..

Gleich acht (!) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßten unsere kleine Delegation und stellten uns die Arbeit und Möglichkeiten des Instituts vor. Dabei waren auch drei deutsche studentische Praktikanten, die für drei oder sechs Monate in der vom Auswärtigen Amt getragenen Einrichtung Erfahrungen sammeln wollen und den unseren Schülern einiges über ihre Ziele und Erfahrungen berichten konnten. Die Niederlassung in Washington leitet als Regional Headquarter den gesamten nordamerikanischen Bereich.

wunderbartogether.org

Eine wesentliche Aufgabe des Goethe-Instituts ist die Kulturarbeit zur Vermittlung eines positiven Deutschlandbildes in den USA bzw. in der Welt. Dazu gehören auch die Spracharbeit und Programme wie das im Oktober in den USA beginnende Deutschlandjahr. Quer durch die Vereinigten Staaten wird mit einem Bündel von Projekten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur und Wissenschaft die besondere Bedeutung der transatlantischen Beziehungen unterstrichen.

Arriving at Christchurch

Aaron hatte uns die rund 200km sicher nach Christchurch gefahren. Ohne irgendetwas auszuladen, ging es erst einmal auf Campus-Entdeckungstour.

Nach dem gemeinsamen Abendessen lernten wir unsere Gastfamilien kennen.

A great start is done! Exciting Days coming up!

Dirk Bielenberg