Tag 13: The last day

Florians Projekt

Christchurch, 9:00 Uhr morgens: Was macht Florian da?

Er holt Wasser aus dem Rappahannock und füllt es in zwei Behälter.

Wieso das? – Wir haben über die Tage verteilt so viel über die Austern und ihre Reinigungskraft für den Fluss gehört, das will sich Florian jetzt genauer anschauen.

Dazu holt er sich ein paar Austern und ein Messgerät, um die Trübung zu messen.

Ein Becken wird mit Austern gefüllt, das andere nicht (Kontrolle). Dann wird die Trübung in regelmäßigen Abständen gemessen.

Währenddessen kreisen wieder mehrere Adler über unseren Köpfen.

Außerdem misst Florian noch ein paar andere Parameter – top secret!

Und das Ergebnis nach fünfzig Minuten? – Wird hier nicht verraten.

Thank you, Aaron!

Zum inhaltlichen Abschluss dieses tollen Aufenthaltes in Christchurch saßen wir WG-MINTies mit Aaron Alter, Dave Cola und Andy Angstrom zusammen. Aaron stellte uns das Global education program von Christchurch vor und wie unser Besuch damit zusammenhängt.

Wir nutzten die Gelegenheit ein ausführliches Feedback zu geben. Alle waren voll des Lobes und hätten sich nur mehr gemeinsame Aktivitäten mit den Christchurch-Schülern gewünscht.

Dave Cola ermahnte uns weiterhin neugierig und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu erzählen, was wir erlebt haben.

Am Ende bekam Aaron von uns seine hochverdienten Abschiedsgeschenke.

Thank you, Aaron, Dave and Andy! Thank you, Christchurch!

The sweet goodbye

Aaron überraschte uns heute nach dem Abendessen mit etwas besonders Leckerem: Torten und Eiscreme.

Die Gastgeber und Patenschüler kamen hinzu und so guten wir zusammen den süßen Abschied genießen.

Es entwickelten sich noch einige tolle Gespräche bis die Kollegen und Schüler ihren Arbeiten nachgehen mussten. Alles in allem war das heute ein toller und sehr emotionaler Abschluss.

O. Timme

Tag 11: On the road of virginian history

Am frühen Morgen traf sich eine ausgewählte Gruppe von Schülern um den Sonnenaufgang vom Steg der Christchurch School zu bewundern.

Danach ging es on the road of virginian history: Vom Leben der Ureinwohner über die Geschichte der ersten britischen Siedlung auf dem amerikanischen Kontinent bis zu einem der ersten Städte der britischen Kolonien.

O. Timme

The Chickahominy Pow Wow

Ein sehr interessantes Ereignis heute war das sogenannte „Pow-Wow“, ein Native American Fest. Als wir dort ankamen, hatten wir eine halbe Stunde Zeit uns die Stände anzusehen und etwas zu kaufen, bis dann das Programm anfing. An den Ständen wurden für Native Americans typische Schmuckstücke, Traumfänger und andere Accessoires verkauft. Unter anderem auch kleine Speere, die aber leider immer noch zu groß für einen Koffer waren. Zudem waren viele der angebotenen Sachen handgemacht.

Meeting the chieftain of the Chickahominy

Um 12:45 Uhr ging es dann endlich mit der Zeremonie los. Zuerst wurden von dem Moderator die einzelnen Stämme genannt und diese stellten sich dann selbst durch jeweils ein typisches, für ihren Stamm repräsentatives, Lied vor.

Nach gut zehn Minuten liefen dann die unterschiedlichen Stämme zum Takt der Trommeln auf der kreisrunden Tanzfläche ein und stellten sich auf. Einige in die Mitte und die anderen am Rand des Kreises.

Nun wurden alle aus dem Publikum in diesen Kreis gebeten, die bei der Army gedient hatten oder es immer noch tun und die Native Americans dankten diesen Menschen. Als dann wieder die Trommeln anfingen zu spielen und alle auf der Tanzfläche sich in Bewegung setzten, mussten wir leider schon wieder gehen und dieses eindrucksvollen Ereignis verlassen. Trotz der kurzen Zeit, die wir dort verbracht hatten, war es sehr spannend an so einem traditionellen Ereignis teilzunehmen.

Jessica

Jamestown

Nach dem POW WOW sind wir nach Jamestown gefahren, welches die erste dauerhaft britische Siedlung Nordamerikas war. Sie wurde 1607 von James Fort auf einer kleinen Insel im James River in Virginia gegründet und nach König James I. von England benannt. Wir haben zunächst ein Monument (Obelisk) angeschaut, welches 1907 gebaut wurde, um das 300 jährige Jubiläum der Siedlung Jamestown zu zelebrieren. Anschließend haben wir uns gemeinsam die noch übrig gebliebenen Gebäude und Gedenkstätten angeschaut und sind sogar einem Native American namens Daniel Abbott begegnet. Er zeigte und demonstrierte uns traditionelle Jagd- Werkzeuge und -Techniken.

Wie war das Leben für die frühen Siedler?

Daniel Abbott von den Nanticokes versteht es aufs Vortrefflichste, uns die Geschichte der Native Americans zu veranschaulichen und zu erklären.

Den Schülern wird die spannende Geschichte von Jamestown nahe gebracht.

Dabei kreisen die Weißkopfseeadler über unseren Köpfen .

Zum Schluss sind wir vor Ort in ein Museum gegangen, welches viele Funde ausgestellt hatte. Wir haben außerdem erfahren, dass die Kolonisten alles aßen was sie konnten, inklusive Schuhleder, laut Überlebenden sogar Ratten, Katzen, Hunde, Schlangen, Ungeziefer und Aas. Es war für uns alle ein interessanter und informativer Nachmittag.

Im Museum

Pocahontas Hände zu berühren bringt Glück!

Hannah R.

Williamsburg and William and Mary University

Nach unserer Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte des historische Forts um Jamestown fuhren wir in die Universitätsstadt Wiliamsburg. Dort hatten wir zunächst etwas Freizeit in der wir in einem englischen Pub bzw. in einem studentischen Lokal gegessen haben. Nachdem wir uns wieder als Gruppe gesammelt hatten gingen wir in eine familiäre Manufaktur in der Schokolade und Eis verkauft wurden.

Viele kauften sich dort etwas, trotz des hohen Preises.

Danach besichtigten wir das „William and Marry College“, dies ist das zweitälteste College der USA. Die Gebäude waren alle in einem sehr schönen, alten Stil gebaut, von innen allerdings war, beispielsweise die Bibliothek, neu ausgestattet. Außerdem konnten wir dort viel über die Traditionen und bekannten Studenten, zum Beispiel Thomas Jefferson, des Colleges lernen.

Lisa + Philine

Tag 9: Place based education on the Rappahannock

Place based education und Urbana

Nach dem üblichen gemeinsamen Frühstück in der Cafeteria, wurde uns das Prinzip der „Place based education“ nahegebracht. Es geht darum, dass man durch praktische Übungen, durch Erkundung eines Ortes und eigene Verantwortung im Lernen, sich selbst Erfahrung und Wissen aneignet. Dies geschieht zum Beispiel durch Kartenlesen, Erkundung der Gegend oder Gespräche mit anderen Menschen, in denen außerdem auch die Sozialfähigkeiten gestärkt werden.

Dave Cola führt uns sehr professionell und anschaulich in die Place based education ein.

Jeder trägt etwas bei – jeder nimmt etwas mit.

So sind wir heute nach Urbana, die nächstgelegene, kleine Stadt gefahren und sollten selbstständig in dreier Gruppen Informationen über den Ort in den Kategorien Ökonomie, Gesellschaft, Geschichte und der Stadtverwaltung herausfinden. Es war eine interessante Erfahrung durch Gespräche mit anderen Leuten etwas über deren Leben und deren Stadt herauszufinden und eine Alternative zu dem standardmäßigen Unterricht zu haben.

The small town of Urbana with about 460 proud citizens.

What have we found out?

Leo

Exploring Parrot Island and the Rappahannock

Parrot Island war für alle ein unvergessliches Ereignis. Die Kanufahrt dorthin war schon ein Erlebnis für sich. Wir alle konnten zwar schon Kanu fahren, oder hatten es schnell gelernt, aber durch den Wind und die Wellen war es nochmal etwas anderes als auf der Oker zu paddeln. Außerdem mussten wir durch seichtes Wasser, Schlamm und hohes Gras waten und unsere Bote hinterher ziehen, um auf die andere Seite von dem Land zu kommen.

Bei bestem Wetter paddeln wir auf dem Rappahannock.

Unterwegs trafen wir unendlich viele Schnecken, einige Krabben und ein paar abgestorbene Bäume. Warum ich dies erwähne? Diese Bäume sind Zederbäume gewesen und dadurch, dass sie abgestorben und trocken waren, konnte man ganz einfach einen Ast abbrechen und ihn mitnehmen. Zudem duftete das Holz sehr gut und nicht so extrem, wie manche Scheiben im Kleiderschrank, um die Motten abzuhalten.

Mit allen Sinnen die Umwelt erkunden

Später, als wir dann auf der Hauptinsel ankamen, durften wir etwas in dem warmen Wasser des Rappahannock Rivers schwimmen gehen und uns halbwegs frei auf der Insel bewegen und nach alten, angeschwemmten Gegenständen suchen. Eine Steinpfeilspitze fand außer unserem Coach Dave Cola zwar niemand, aber dafür wurden einige alte und schöne Porzellanscherben oder Muscheln gefunden.

Wir lagen vor Parrot Island …

… und begrüßen die Einheimischen.

Nach einer Stunde ging es dann wieder in Richtung Festland, aber bevor es zurück zu dem kleinen Hafen ging, hielten wir an der Küste an und fingen im seichten Wasser mit einem Netz ein paar Fische. Der beeindruckendenste Fang war ein Kugelfisch. Zuerst wussten wir das nicht und ich hatte mich ziemlich erschrocken, als er sich in meinen Händen aufgeplustert hatte, aber nachdem wir erfahren hatten, dass er nur beißen konnte und dieser Biss auch nur weh tun und nicht giftig sein würde, wollte jeder den Fisch in die Hände halten oder anfassen. Er hatte winzige Stacheln auf seinem Körper, wenn er eine Kugel war, welche sich rau angefühlt haben, wohingegen er sich in seiner normalen Form etwas schleimig und glitschig anfühlte. Außerdem sah er in beiden Formen lustig aus, da sein Gesicht im Vergleich zum Körper ziemlich klein war.

Welche Tiere leben im Fluss?

Na, was haben wir heute?

Wir finden insgesamt neun verschiedene Arten.

Hände weg!

Der Kugelfisch beeindruckt alle!

Nach diesem Erlebnis ging es dann zurück in den Hafen und an Land, von wo aus es dann zum Essen ging. Alles in allem eines der beiden besten Ereignisse des Tages.

Great Mexican food at Mi Jalisco

Jessica

Dragon Run at night

Nach einer Fahrt durch dichten Wald kamen wir an einer geeigneten Uferstelle zum Boote ablegen an. Ab diesem Zeitpunkt hieß es sehr leise zu sein. Als alle in ihren Booten saßen ging es los. Ganz leise paddelten wir den Dragon run entlang. Da wir mitten im Wald waren konnten wir uns tatsächlich fühlen wie Indianer vor 400 Jahren: kein Straßenlärm und nur der Wald und seine Bewohner um uns herum. Taschenlampen gab es für uns dementsprechend natürlich auch nicht, sonder nur das Mondlicht.
Bei kurzen Pausen hatten wir die Gelegenheit in die Sterne zu gucken und den Geräuschen um uns herum zuzuhören. Alles in allem ein wunderschönes Erlebnis.

Die Augen sehen mehr als die Kamera.

Hannah Z.

Tag 7: MINTies AUF DEM CAMPUS!

Am heutigen Tag ereigneten sich auf dem Campus der Christchurch School, VA einige denkwürdige Vorfälle. Die am gestrigen Tag völlig überraschend aufgetauchten Promi-Nachwuchsnobelpreisträger aus dem weltbekannten Braunschweig an der Oker nahmen tatsächlich an einem Gemeinschaftsfrühstück mit den Schülern der Gastgeberschule teil, um danach dem Mechatronic Lab der Schule einen Promibesuch abzustatten und das top ausgestattete Labor auszutesten. Unter anderem wurden Handys lasergraviert und sogar Raumschiffe 3D-gedruckt. Die MINTies lernten außerdem ihre Lernprozesse aus psychologischer Hinsicht zu verstehen und zu verbessern.

Growth mindset – getting to know you better!

Playing together and making friends

Happy birthday, Philine and Simon!

How does it work?

Ausgewählte Produkte der WG-Christchurch-Firma

Nach dem Lunch wurde noch ein Soccergame begonnen was allerdings aus wettertechnischen Gründen abgebrochen. Dazu einer der MINTies: „Eine mehr als bedauerswerte Entscheidung, angesichts der Wetterlage aber die einzig sinnvolle.

Nevertheless it was a good day!

Florian + Simon

Tag 5: Tag der Museen – die persönlichen Highlights

Heute waren wir den ganzen Tag auf der National Mall um ausgewählte Museen der Smithsonian Stiftung zu besuchen. Diese erstklassigen Museen sind dank der Stiftung des Wissenschaftlers James Smithson kostenfrei zu besuchen.

Hier stellt jeder von uns sein persönliches Highlight vor:

Ibrahim Al-Mousllie:

Mein Objekt ist die erste Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika: Stars and Stripes aus dem American History Museum. Es ist die Flagge wie man sie kennt, nur statt mit 50 Sternen nur mit 14. Obwohl sie beschädigt ist, strahlt sie eine enorme Symbolkraft aus.

Leo Antlitz:

Dies ist der 1. Kommunikationssatellit der ins All geschossen wurde und ist im Air and Space Museum zu sehen. Er erlaubte es 1962 erstmals richtig Übertragung von Reden oder Texten in verschiedene Länder zu übermitteln.

Dirk Bielenberg:

Mir hat die hyperrealistische Skulptur „Woman eating“ des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Duane Hanson im Smithsonian American Art Museum (SAAM) besonders gut gefallen. Die Arbeiten von Duane Hanson sind ein Thema meiner mündlichen Abiturprüfung gewesen.

Jakob Hirschler:

Diese Ausgabe des Batmobils etablierte 1989 in Tim Burtons erstem Batman Film den Stereotyp des mit Waffen überladenen Fahrzeugs eines Superhelden in der Filmlandschaft. Dass das Superheldengenre auch die heutige Kinolandschaft in Gestalt von Marvel und DC beherrscht, zeigt die enorme Schlagkraft, die die Lawine, die dieser Film mit Michael Keaton in der Hauptrolle, welcher auch heute noch in ihr eine nicht unwichtige Rolle spielt (siehe u. A. Marvel’s Spiderman: Homecoming), bereits damals ausgelöst hat.

Lisa Kontetzki:

Mein Lieblingsausstellungsstück fand ich im Naturhistorischen Museum. Es ist ein Diorama von einem Korallenriff und Meerestieren, hergestellt aus Plastikmüll, welcher an Stränden gefunden wurde. Es handelt sich dabei um beispielsweise Plastikflaschen oder -tüten. Das Diorama ist ein Statement gegen die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere und die Bedrohung der Meeresfauna und -flora.

Simon Langner:

Ein intaktes Cockpit einer B747 im Air and Space Museum! Ziemlich interessant die Technik eines Flugzeuges zu sehen, was sonst hinter verschlossenen Türen bleibt. Zudem ist das Cockpit bereits recht alt, wodurch neben den Pilotensitzen noch zwei weitere Sitze im Cockpit sind und man so auch mal sieht, wie kompliziert früher Funken war...

Leander Le Ba:

Ich habe mir diese Zitattafeln ausgesucht, da sie die Gefühlslage vieler Afro-Amerikaner sowohl von früher, als auch von heute widerspiegelt. Zu sehen sind die Zitate von sechs bekannten und einflussreichen Afro-Amerikanern, unter anderem Obama oder Mata Angelou. Diese Tafeln lassen die Zitate im Raume stehen und regen zum Nachdenken an.

Jessica Musch:

Ich fand vor Allem den 45,52 karätigen Hope Diamond am besten und schönsten, da dieser eine, für Diamanten sehr seltene Farbe hat und eine interessante Hintergrundgeschichte. Er ist ein Teil des berühmten French Blue Diamanten und verschwand während der Französischen Revolution auf mysteriöse Art und Weise, bis er zwei Jahrzehnte später in London wieder auftauchte.

Hannah Rahmel:

Das HUBBLE SPACE TELESCOPE im Air and Space Museum ist das größte Teleskop, das ins Weltall geschickt wurde. Es hat den Astronomen viele neue Informationen über das Weltall gegeben.

Philine Schmidt:

Mein Lieblingsaustellungsstück fand sich in der Abteilung Offspring des Naturhistorischen Museums. Es beschäftigt sich mit der Verbreitung der SARS Epidemie in unserer vernetzten Welt. Die SARS ist eine Infektionskrankheit, welche die ihren Ursprung vermutlich bei Horseshoe Fledermäuse hat und bei Menschen tötlich endet, wenn sich durch die Krankheit die Lunge mit Flüssigkeit füllt.

Olaf Timme:

Die abgebildeten Fossilien sind im National Museum of Natural Science ausgestellt. Links sind die Funde aus dem Perm vor über 252 Millionen Jahren dargestellt, rechts hinter dem roten Balken die Funde aus dem Trias vor knapp 252 Millionen Jahren. Die vorhandenen Fossilien sind nicht nur deutlich kleiner, auch die Zahl der Arten ist deutlich verringert. So wird das größte Massensterben dargestellt, welches die Erde jemals gesehen hat. 95% aller Arten starben aus. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, Hypothesen sind der Einschlag eines Asteroiden, Vulkanausbrüche und ein zu geringer Sauerstoffgehalt. Es hat 20-30 Millionen Jahre gedauert bis die Ozeane wieder die ursprüngliche Artenvielfalt erreichten, aber aus den überlebenden Arten entstanden durch Evolution im Laufe der Jahre eine Vielzahl neuer Arten, so dass die Ökosysteme neu aufgebaut werden konnten.

Florian Wallner:

Dargestellt ist die Minuteman Atomrakete aus dem Air and Space Museum. Diese Errungenschaft menschlichen Intellekts und moderner Wissenschaft ist die Anwendung dieses Strebens auf ein schreckliches Gebiet menschlichen Tuens: Das Töten. So bestimmte dieses Damoklesschwert durch seine Zerstörungskraft ein halbes Jahrhundert die Geschicke der Welt und hielt sie in Atem.

Hannah Ziesenies:

Die im National Museum of Natural History ausgestellten Fotografien sind faszinierend, denn sie zeigen die Schönheit und Vielfalt unserer Natur.

Tag 3: Political Washington

Politische Beziehungen sind weltweit von großer Bedeutung. Für Deutschland stellen die USA einen wichtigen und langjährigen Verbündeten und Partner dar. Deshalb ist die deutsche Botschaft in Washington D. C. eine der größten und wichtigsten.
Eben diese Botschaft durften wir besuchen.

Wir erfuhren viel über die Arbeit einer Botschaft, sei es der kulturelle Bereich, der wirtschaftliche, juristisch-konsularische oder der politische.
Nach diesem Besuch blieben wir in der Politik und so war die zweite Station das Kapitol mit seinem Wahlspruch “e pluribus unum-out of many one”.

Dieser Grundgedanke spiegelt sich unter anderem an den über 100 aufgestellten Statuen wider. Jede stellvertretend für ihren Bundesstaat und als bedeutende Persönlichkeit der amerikanischen Geschichte.

Nach so viel Input hatten wir uns Entspannung verdient und so ging es am Ende des Tages als ruhiger Abschluss ins Outlet.

Aber eines, der wie wir finden besten Dinge, das unbedingt erwähnt werden muss, erstreckte sich über den ganzen Tag: die Freundlichkeit der Menschen.
Sei es morgens beim Aldi (nachdem wir etwas verloren herumstanden wurde uns sofort Hilfe angeboten) oder nachmittags beim Starbucks Besuch(niemand störte sich an den taubstummen Mitarbeitern). Aber auch im Bus oder auf der Straße sprechen uns Leute an, fragen wo wir herkommen, wie es uns gefällt und freuen sich mit uns. Das ist wirklich sehr beeindruckend: man fühlt sich gleich willkommen und es zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht.

Philine und Hannah Z.

Unser Zuhause in Washington

Ein Haus, fünf Etagen, sieben Räume und eine Dachterrasse

– das ist unser Haus in Washington, der ersten Station unserer Reise. Eine schöne Küche,

ein praktischer Eingangsbereich

und ein entspannender Aufenthaltsraum.

Die Lage könnte kaum besser sein: 30 Minuten bis zum Kapitol, mitten in einem Wohngebiet

und der nächste Aldi unseres Vertrauens ist nur 5 Minuten entfernt!

Für ein reichhaltiges Frühstück mit Rührei ist also gesorgt, auch dank einer guten Koordination mit eigener Küchenchefin! Auch das Zusammenleben hier klappt reibungslos! Jeder definiert seinen Zeitplan zum Aufstehen selbst und dann trifft man sich zum Frühstück in der Küche und am Abend bleibt noch Zeit sich im Wohnzimmer für eine Doppelkopfrunde zu treffen!

Gut motiviert geht es stets um 9 Uhr in neue Abenteuer des Washingtoner Hauptstadtjungels los!

Leo und Simon

Christchurch-Austausch 2.0, 2018, Tag 1: Kleine Hindernisse sind für uns kein Problem!

Alle WG-Schüler und -Lehrer schliefen, nur zwei Lehrkräfte und elf Schüler des Wilhelm-Gymnasiums Braunschweig waren hellwach und voll motiviert. Wie das? Diese glücklichen dreizehn trafen sich heute Nacht bereits um 2 Uhr um ihre lange Reise über den Atlantik zu starten.

Dabei sah es vorher teilweise gar nicht so gut aus. Der Hurrikan Florence drohte nämlich die Reise zu boykottieren, weil sie auf die Ostküste der USA zurast, nur wenige hundert Kilometer nördlich wollen die tapferen WG-MINTies Ihre Freunde in Christchurch besuchen. Musste alles abgelassen werden? Nein! Zum Glück konnten wir ganz kurzfristig noch am letzten Tag unseren Reiseplan ändern und unser gemietetes Haus umbuchen. So verbringen wir diesmal die ersten fünf Tage im sicheren Washington und fahren erst am Montag nach Virginia.

Auch die Bahn wollte uns schon fast einen Streich spielen. Zunächst hatte unser Zug 30 min Verspätung. Als wir dann entsprechend verspätet zum Gleis gingen, wurde der Zug nicht mehr angezeigt. Sollte er schon abgefahren sein? – Natürlich nicht, dank der Aussagen der anderen Wartenden und modernen Apps (DB Navigator) war klar, dass er genau 31 Minuten verspätet in Braunschweig einfahren würde: Der erste Teil der Reise begann.

Die WG-MINTies in freudiger Erwartung am Braunschweiger Bahnhof

Wir erreichten letztendlich mit nur zehn Minuten Verpätung den Düsseldorfer Flughafen, wo wir zügig einchecken und uns noch mit einem schönen Frühstück vor der Weiterfahrt stärken konnten.

Der Flug über Dublin mit dortigem Einreisecheck durch US-Bundesbehörden verlief ereignislos – wir konnten vor allem auf dem Hinflug die Aussicht genießen und viele konnten etwas vom verlorenen Schlaf nachholen.

„Über den Wolken …“

Der Dubliner Flughafen – Heimat von AerLingus

In Washington mussten wir dann keine Einreiseformalitäten mehr vornehmen und konnten uns gleich unsere Koffer besorgen, innerhalb von fünf Minuten hatte diesmal jeder seinen Koffer!

Willkommen in den Subtropen (draußen haben wir Sonne und 30°C Lufttemperatur)

Auf dem letzten Weg unserer Reise machten wir Bekanntschaft mit den Besonderheiten des Öffentlichen Nahverkehrs in D.C.! So wurden Familien schon mal persönlich vom Busfahrer zu ihrer richtigen Station gebracht und die Schüler wurden in das SmarTrip-Konzept eingeweiht (bargeld- und ticketloses Fahren). Mit Bussen und U-Bahn ging es dann zu unserem Haus. In einem schönen kleinen Park an der K-Street warteten wir 45 min auf den letzten Bus, waren aber mit den Squirrels und untereinander in bester Gesellschaft, So entspannen sich interessante Gespräche und Diskussionen zu allen möglichen Themen (vom Erlebnissen in der Schule bis zur aktuellen Wirtschaftspolitik).

Washingtoner Stadtbild

Ein kleiner Park an der K-Street

Ziemlich genau 24 Stunden nach unserem Treffen am Bahnhof kamen wir dann froh in unserem schönen Haus an, wo wir erst einmal die fünf Stockwerke erkundeten und die Zimmer verteilten. Auf dem Weg zum Einkaufen in einem großen (Bio-)Supermarkt konnten wir noch die schöne und interessante Architektur in unserer Nachbarschaft genießen und erste Eindrücke von Amerika und ihren Menschen sammeln.

Fazit: Die meisten lobten am Ende des Tages die entspannte Fahrt. Dann hieß es bald gute Nacht!

O. Timme

Tag 11 – Our last day in D. C. 

An unserem letzten vollen Tag in D. C. hatte jeder Gelegenheit, das zu unternehmen, was er wollte. Während einige noch einmal das letzte Bargeld für Mitbringsel aufgebraucht haben, gingen andere zum Arlington Friedhof, in die Library of Congress oder noch einmal in eines der tollen Museen der Smithsonian Institution.

Der Nationalfriedhof Arlington ist der bekannteste der 139 Nationalfriedhöfe der USA und wurde 1864 während des Sessesionskrieges errichtet. Arvid, Kira, Tomke, Valerie und Herr Bielenberg besuchten und durchwanderten die beeindruckende Anlage, die einst auf dem enteigneten Privatbesitz des Konförderierten-Generals Robert E. Lee entstanden ist. Der Rundgang hinterließ bei Schülern und Lehrer einen bleibenden Eindruck, hat er doch deutlich gemacht welch große Hochachtung die amerikanische Gesellschaft ihren Soldaten entgegenbringt.

Blick auf D.C. vom Arlington House (ehemaliger Wohnsitz von General Lee, jetzt Memorial auf dem Cemetery)
Arlington National Cemetery ist nach dem Nationalfriedhof in New York mit 260.000 Gräbern der zweitgrößte der USA.
Tomb of the unknown soldiers – beeindruckende Zeremonie zur Ehrung der gefallenen Soldaten
Museum of American History: Die Erschließung des Westens ist eines der Themen im American History Museum.
Museum of Natural History: Scrat gab es wirklich!
Roarrr!
Ein prächtiger Empfang erwartet die Besucher in der National Gallery.
Auguste Renoir ‚Die Tänzerin‘ ist nur eines von sehr vielen Kunstwerken in der National Gallery.

Gerade erst im letzten Jahr hat das National Museum of African American History and Culture seine Pforten für die Besucher geöffnet. Wie für alle Museen der Smithsonian Institution gilt auch hier, dass der Eintritt kostenlos ist. Das Interesse an diesem Museum zur Geschichte der Afroamerikaner ist zur Zeit aber immens groß, dass man schon ein wenig Glück braucht, um an einen der Entry Passes zu kommen. Die Beharrlichkeit von Arvid und Herrn Bielenberg zahlte sich aus, sie konnten sich die historisch und museumspädagogisch höchst interessante Ausstellung anschauen. Das Thema der Sklaverei ist zur Zeit in den USA höchst aktuell, beeindruckend auch wie konzentriert sich die vielen amerikanischen Besucher mit dem Thema auseinandersetzen.

Links unten Thomas Jefferson, dritter Präsident der Vereinigten Staaten, er hatte über die Jahre über 600 Sklaven.
Die Architektur begeistert – von außen symbolisiert sie ein Schiff, innen stellen drei Etagen unter der Erde den Schiffsbauch dar, die dunkle tragische Geschichte der Afroamerikaner.
Black Power Protest – Olympia 1968 Mexico City

Nach dem Besichtigungsprogramm trafen wir uns bei ‚Five Guys‘, wo auch schon Barack Obama seinen Burger geholt hat.
 

So gestärkt, ging es in den Nationals Ballpark, wo wir uns das Spiel der Washington Nationals gegen die Pittsburgh Pirates angesehen haben. Überrascht wurden wir von dem Oktoberfestmotto im Stadion. Nicht nur waren viele Fans in Trachten unterwegs (teilweise waren es auch nur gefakte Stoff’leder’hosen), auch die Blaskapelle ‚The Edelweiss Band‘ spielte auf. 

Oktoberfeststimmung vor dem Baseballspiel
Patriotismus gehört zu jedem großen Spiel dazu.
Im Promotion Block von K-Street herrscht beste Stimmung!
Ein tolles Stadium und mit 36669 Zuschauern fast ausverkauft.

Am Ende gewannen die Nationals mit 6:1!

DB und O. T. 

Tag 7 – Comparing schools and saying goodbye 

Für die fünf Mädchen, die auf dem Campus wohnen, startete der Tag heute früh um 6:30 Uhr, um den Sonnenaufgang über dem Fluss zu beobachten und eine Runde im Rappahannock River baden zu gehen.

Kann der Tag besser beginnen?

Nach dem Frühstück wurden wir ein weiteres Mal in Klassen aufgeteilt. Dabei haben wir festgestellt, wie sehr sich der amerikanische Unterricht vom deutschen unterscheidet. Durch die kleinen Klassen wird der Unterricht individueller gestaltet und man interagiert mehr miteinander. Außerdem besitzt jeder Schüler einen Laptop z.B. für Recherchearbeit oder das Schreiben von Protokollen.

Integrated Science Grade 11 – mass extinction – Ms. Haley Wilbanks

Kunstunterricht – Wenn Uhrzeiger Schlangen wären 

Physikunterricht – zu einfach für Arvid

Nach der ersten Unterrichtsrunde gab es wie jeden Montag eine Assembly für alle Schüler und Lehrer. Dort haben sich Hannah K und Arvid im Namen von uns allen bei der Christchurch School bedankt und die Influenzmaschine vorgestellt und übergeben, die wir alle der Schule für den Scienceunterricht geschenkt haben.

Saying thanks in front of the full assembly
The american-german cooperation is electrifying. 
They can’t get enough of it! 

Beim Mittagessen haben alle in der Dining Hall für Jan-Lukas ‚Happy birthday‘ gesungen, weil er heute 17 geworden ist. Happy birthday! Eine Schülerin hat sogar für Jan-Lukas einen Kuchen gebacken.

Happy birthday to you!

Danach ging es zu einem Treffen mit ein paar amerikanischen Schülern, mit denen wir uns über die Unterschiede unserer Schulen ausgetauscht haben. Besonders überrascht waren sie über die Anzahl unserer Fächer und der Tatsache, dass wir kaum Sportsteams an unserer Schule haben. Fast alle Schülerinnen und Schüler der Christchurch School betreiben in den sogenannten Co-Curriculars mindestens Sportart. Während der Wettkampfsaison trainieren sie täglich (!) von 16.00 bis 18.00 Uhr und so wundert es nicht, dass sie im Staate Virginia in vielen Sportarten zu den Besten gehören, die Segler gehören sogar zu den Besten der USA.


We observe the same, we want the same!

We’d like to know more! 

An der Christchurch School fällt natürlich auch die religiöse Grundhaltung auf, gehört sie doch als Episcopalschule zur anglikanischen Gemeinschaft. Zu vielerlei Anlässen wird zunächst immer ein Gebet gesprochen. Einer der religiösen Höhepunkte einer jeden Woche ist der Mittwoch wo nach dem Lunch erst einmal bevor es mit dem Unterricht weitergeht ein Gottesdienst in der schuleigenen Chapel mit dem schuleigenen Chaplain Father Scott stattfindet. An diesem Tag gilt ‚dress up‘, d.h. dass alle Schulmitglieder tragen Jackett bzw. mindestens Krawatte oder Bluse und Rock. Unsere Schüler waren darauf gut vorbereitet, zumal die männlichen Mitglieder unserer Gruppe von der Christchurch School noch mit Krawatten beschenkt wurden. Father Scott ist ein jugendlicher Typ mit einer lebendigen Art.


WG-MINTies at church day

Von 4pm bis 6pm haben einige der deutschen Schüler beim Footballtraining zugeguckt und auch selbst ein paar Bälle geworfen.

Football-Training!

Abends fand das große Farewell Dinner statt. Als Location diente ein schöner Yachtclub auf der anderen Seite des Rappahannock Rivers. Passend zur Location wurden wir von Aaron mit seinem schnellen Motorboot im schönsten Sonnenuntergang herübergefahren. Neben den beteiligten Familien waren auch zahlreiche Christchurch Schüler bei dem tollen Barbeque anwesend. Ein wirklich schöner letzter Abend nach einer erlebnisreichen Woche.

Entrance at sundown


Was für ein Abschluss!

American dinner im Segelclub

Yummy!
Differences seem to be minor

Olivier aus Nigeria (2,10m), ein Stockwerk tiefer Elisabeth aus Deutschland
Ein gelungenes Abschiedsfest
We are a big american-german family

Gegen viertel nach acht hat sich die Gesellschaft aufgelöst, die Schüler in den Gastfamilien sind nach Hause gefahren, die CCS Schüler wurden mit dem Bus zurückgefahren und die von uns, die auf dem Campus wohnen, durften mit Aaron auf dem Boot zurück zur Schule fahren. Wir waren ganz alleine auf dem Fluss, Aaron schaltete alle Beleuchtungen aus, die Sterne haben über uns geleuchtet und im Wasser schwammen biolumineszierende Algen. Die beiden Hannahs, Herr Bielenberg und ich (Elisabeth) sind sogar noch einmal spontan vom Boot ins Wasser gesprungen und einige Minuten im angenehm warmen Wasser geschwommen.

Swimming among fluorescent algaes

Insgesamt ein super gelungener Abschluss für unsere schöne Zeit an der Christchurch School.

Elisabeth und DB